Kennst du den Film “Men in Black”? Der sogenannte “Neutralizer" löscht in Sekundenschnelle Erinnerungen. Was im Film witzig aussieht, hat in der Realität eine unangenehme Entsprechung: verblitzte Augen. Gemeint ist eine Reizung durch extrem helles Licht – etwa beim Schweißen, durch Streulicht trotz Schutzhelm oder durch intensive Sonneneinstrahlung auf Schnee oder Wasser.
Das Tückische: Der Schmerz kommt meist nicht sofort. Oft vergehen Stunden, bevor Brennen, Tränenfluss und starke Lichtempfindlichkeit einsetzen – ein typisches Zeichen für eine UV-Keratitis.
Ursachen und Symptome
Verblitzte Augen entstehen häufig beim Schweißen, durch Streulicht, intensive Sonneneinstrahlung oder starke UV-Quellen wie Solarien. Die Beschwerden treten meist verzögert auf und umfassen starke Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl, gerötete und tränende Augen sowie verschwommenes Sehen. Charakteristisch: Beide Augen sind oft betroffen, die Symptome sind abends am stärksten, und die Lider lassen sich kaum offenhalten.
Verblitzte Augen: Was sofort hilft?
Raus aus dem Licht, Augen geschlossen halten, nicht reiben. Eine Sonnenbrille mit UV-Schutz hilft draußen. Sanftes Kühlen mit einem sauberen Tuch auf den geschlossenen Lidern ist erlaubt. Bei starken Schmerzen oder verschlechtertem Sehen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.
Augentropfen: Was sinnvoll ist
Befeuchtende Augentropfen – sogenannte künstliche Tränen – können die Augenoberfläche beruhigen und Beschwerden lindern. Abschwellende Mittel, die das Auge nur optisch weißer machen, sind dagegen keine Lösung und können bei häufiger Anwendung Probleme verursachen. Im Zweifel lieber in der Apotheke nachfragen.
Hausmittel: Mit Vorsicht
Kartoffelscheiben, Milch, homöopathische Mittel – klingt harmlos, nützt aber nachweislich nichts. Im schlimmsten Fall reizen solche Anwendungen das Auge zusätzlich oder bringen Keime ans Auge. Besser: Ruhe, Schutz vor Licht, ärztlicher Rat bei Bedarf.
Heilung und Ausfallzeit
In den meisten Fällen bessern sich die Symptome innerhalb von ein bis zwei Tagen deutlich. Wie lange jemand krankgeschrieben ist, hängt von der Schwere der Reizung und der Art der Arbeit ab. Bildschirmarbeit und Autofahren können vorübergehend kaum möglich sein. Wer keine schnelle Besserung bemerkt oder dessen Sehen sich verschlechtert, sollte einen Augenarzt aufsuchen.
Sonderfälle: Sonne, Laser, Schweißen
Wer direkt in die Sonne starrt, riskiert eine Netzhautschädigung, die sogenannte Solar Retinopathy. Diese kann Wochen oder Monate anhalten. Auch starke Laserquellen können die Augen dauerhaft schädigen. Beides gehört zwingend in ärztliche Hände.
Vorbeugung
Beim Schweißen gilt: immer Schutzbrille und passenden Helm tragen – auch bei kurzen Handgriffen und selbst als Zuschauer. Im Alltag schützt eine Sonnenbrille mit UV-Filter zuverlässig, besonders an Gewässern, im Schnee und im Hochgebirge. Lies hier, worauf du beim Kauf einer Sonnenbrille achten solltest und woran du guten UV-Schutz erkennst.
Beratung bei eyes + more
Wer viel am Bildschirm arbeitet oder regelmäßig grellem Licht ausgesetzt ist, sollte sich beraten lassen. Bei eyes + more helfen wir dir, die passende Brille, oder geeignete Brillengläser zu finden. Ein kostenloser Sehtest zeigt, ob deine aktuelle Sehstärke noch stimmt.
Vereinbare am besten direkt einen Termin für einen Sehtest und vermeide Wartezeiten.
Dieser Text ersetzt keine medizinische Untersuchung. Bei starken Schmerzen, Sehverschlechterung, Lichtblitzen oder anhaltenden Beschwerden bitte einen Arzt aufsuchen.