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Probleme mit der Gleitsichtbrille

Ursachen, Lösungen und hilfreiche Tipps zur Eingewöhnung

Während eine Einstärkenbrille nur eine einzige Entfernung korrigiert, vereint eine Gleitsichtbrille drei Sehbereiche in einem einzigen Glas: oben die Fernsicht, in der Mitte ein fließender Übergang für mittlere Distanzen wie den Computerbildschirm und unten die Nahzone zum Lesen. Das macht sie zur komfortabelsten und unauffälligsten Lösung bei Alterssichtigkeit

Genau diese Komplexität erklärt aber auch, warum die Eingewöhnung etwas Geduld erfordert. Das Gehirn muss erst lernen, schnell zwischen den Sehzonen zu wechseln und die leichten Verzerrungen in den Randbereichen auszublenden. Das ist kein Fehler, sondern ein physikalisches Grundprinzip jedes Gleitsichtglases. Die gute Nachricht: Die große Mehrheit der Träger kommt sehr gut damit zurecht. 

Typische Beschwerden bei der Eingewöhnung 

In den ersten Tagen und Wochen berichten viele Erstträger von ähnlichen Erfahrungen. Besonders häufig sind Schwindelgefühl und leichte Übelkeit – sie entstehen, weil das Gehirn die veränderten Sehinformationen zunächst neu einordnen muss. Dazu kommt verschwommenes oder verzerrtes Sehen, vor allem an den seitlichen Rändern der Gläser. Diese periphere Unschärfe lässt sich bei Gleitsichtgläsern konstruktionsbedingt nicht vollständig vermeiden, durch hochwertige Gläser aber deutlich reduzieren. 

Auch alltägliche Situationen wie das Treppensteigen können sich plötzlich ungewohnt anfühlen, weil die Tiefenwahrnehmung vorübergehend beeinflusst wird. 

Deine Augen arbeiten daran, sich an die neuen Sehzonen zu gewöhnen. Daher sind Kopfschmerzen und müde Augen in den ersten Tagen nicht ungewöhnlich. 

Viele Erstträger bemerken außerdem, dass sie den Kopf unbewusst in ungewohnte Positionen bringen, um den richtigen Sehbereich zu treffen. Diese veränderte Haltung kann auf Dauer Nackenverspannungen begünstigen. 

Die Eingewöhnungszeit beträgt in der Regel wenige Tage bis zu vier Wochen. 

Wichtig: Wenn du nach diesem Zeitraum noch starke Beschwerden hast, einzelne Sehzonen dauerhaft unklar bleiben oder du dich grundsätzlich unwohl fühlst, ist das ein klares Signal, dass etwas bei der Anpassung nicht stimmt. Anhaltende Probleme bei der Eingewöhnung sind kein Zeichen dafür, dass Gleitsichtbrillen grundsätzlich nichts für dich sind. 

Probleme mit der Gleitsichtbrille: Selber lösen oder zum Optiker? 

Der wichtigste Tipp zur Eingewöhnung klingt simpel, wird aber häufig unterschätzt: Trag die Brille konsequent und durchgehend. Viele greifen in den ersten Tagen immer wieder zur alten Brille, weil die neue sich ungewohnt anfühlt. Das ist verständlich, verzögert aber den Lernprozess des Gehirns erheblich. Wenn du konsequent dabei bleibt, wirst du in aller Regel deutlich schneller mit der neuen Sehhilfe warm. 

Hilfreich ist außerdem, die Blickführung gezielt zu trainieren: Für die Ferne schaust du geradeaus durch den oberen Glasbereich, für mittlere Abstände durch die Mitte und zum Lesen senkst du den Blick nach unten, ohne dabei den Kopf stark zu neigen. Mit etwas Übung wird das schnell zur Gewohnheit. 

Wenn die Probleme jedoch nach der normalen Eingewöhnungszeit nicht nachlassen, ist es ratsam, einen Optiker aufzusuchen. Vereinbare einen Termin in einem unserer eyes + more Stores und gehe dem Problem gemeinsam mit unseren Gleitsicht-Experten auf den Grund.  

Die 4 häufigsten Probleme 

Sitz der Fassung: Schon wenige Millimeter Abweichung können die Lage der Sehzonen deutlich verschieben und zu dauerhaften Beschwerden führen

Zentrierung der Gläser: Die Gläser müssen exakt auf deine Pupillendistanz und deine individuelle Kopfhaltung abgestimmt sein. Eine falsch zentrierte Brille kann langfristig Schäden verursachen

Aktualität der Sehstärke: Ohne richtige Dioptrien-Werte bringt selbst das beste Gleitsichtglas nichts 

Glasqualität: Ein Upgrade auf eine höherwertige Gleitsichtglasvariante mit größerem Sichtbereich kann in vielen Fällen der entscheidende Unterschied sein


Wann zum Optiker, wann einfach abwarten?  

Leichter Schwindel, gelegentliche Augenmüdigkeit und etwas Orientierungsaufwand in den ersten zwei Wochen sind normal. Hier hilft konsequentes Tragen.  

Zum Optiker solltest du, wenn eine Sehzone komplett fehlt oder dauerhaft unscharf bleibt, wenn du auch nach vier Wochen noch starke Beschwerden hast, oder wenn die Fassung trotz Justierung nicht richtig sitzt, vereinbare einen Termin bei eyes + more.   

Eine frühzeitige Überprüfung spart Zeit, Frust und sorgt dafür, dass du schnell wieder richtig siehst. 

 


Ursachen von Gleitsichtbrillen-Problemen 

Nicht hinter jedem Problem steckt eine schwierige Eingewöhnung. Häufig gibt es handfeste technische oder handwerkliche Ursachen, wie die richtige Anpassung der Brille oder die Arbeit am Bildschirm. 

Fehler bei der Anpassung sind häufiger als gedacht. Eine Gleitsichtbrille ist nur so gut wie ihre Zentrierung. Wenn die Messwerte nicht exakt auf deine Augen, deine Pupillendistanz und deine individuelle Kopf- und Körperhaltung abgestimmt sind, verschiebt sich das gesamte Sehzonensystem. 

Auch die Wahl der Fassung ist entscheidend: Ist das Glas zu klein oder zu schmal, bleibt einfach nicht genug Platz für eine ausreichend große Lese- und Fernsehzone. 

Glasqualität entscheidet über Komfort und Eingewöhnungszeit. Bei eyes + more stehen verschiedene Gleitsichtglasvarianten zur Auswahl, die sich vor allem in der Größe des nutzbaren Sehbereichs unterscheiden. Günstigere Einstiegsgläser haben engere Sehkorridore und breitere Unschärfezonen an den Rändern, was die Eingewöhnung erschweren kann. Unsere Varianten hingegen bieten breitere, komfortablere Sehzonen und deutlich weniger störende Randverzerrungen für maximalen Sehkomfort. 

Ein weiterer Vorteil der Gleitsichtgläser bei eyes + more: Alle Gläser haben einen Brechungsindex von 1,6. Das bedeutet, die Gläser sind trotz ihrer optischen Stärke angenehm dünn und leicht – ein klarer Vorteil gegenüber dickeren Standardgläsern, der sowohl den Tragekomfort als auch die Ästhetik der Brille deutlich verbessert. Gerade bei stärkeren Korrekturen macht das einen erheblichen Unterschied im Alltag. 

Eine unterschätzte Herausforderung: Smartphones, Laptops und Tablets. Digitale Geräte werden typischerweise in einem Abstand genutzt, der weder eindeutig zur Nah- noch zur Fernsehzone gehört. Je nach Bildschirmgröße und Sitzposition musst du Blick und Kopfhaltung sehr gezielt ausrichten, was auf Dauer anstrengend sein kann. Wer viele Stunden täglich am Bildschirm arbeitet, ist mit einer ergänzenden Bildschirm- oder Arbeitsplatzbrille oft deutlich entspannter unterwegs. Diese ist speziell für den Bereich von etwa 60 bis 100 cm optimiert und entlastet Augen und Nacken nachhaltig. Auch hier beraten dich die Experten bei eyes + more gerne, welche Kombination für deinen Alltag am sinnvollsten ist. 

FAQs: Gleitsichtbrillen-Mythen im Faktencheck

Das stimmt so nicht. Die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) beginnt häufig schon ab dem 40. Lebensjahr und betrifft Menschen völlig unabhängig davon, ob sie vorher eine Brille getragen haben oder nicht. Eine Gleitsichtbrille ist keine Frage des Alters, sondern der Sehqualität. 

Dieser Mythos hält sich hartnäckig und ist trotzdem falsch. Die überwiegende Mehrheit der Gleitsichtbrillenträger kommt nach der Eingewöhnungsphase sehr gut damit zurecht. Voraussetzung ist eine sorgfältige Anpassung und die Wahl des richtigen Glasmodells. 

Nicht immer. Für intensive Bildschirmarbeit, Sport oder bestimmte handwerkliche Tätigkeiten kann eine spezialisierte Brille die sinnvollere Ergänzung sein. 

Das ist der vielleicht gefährlichste Mythos. Eingewöhnung braucht Zeit, Konsequenz und manchmal eine Nachjustierung durch den Fachmann. Wer bei Problemen frühzeitig einen Termin bei eyes + more bucht, statt die Brille enttäuscht in die Schublade zu legen, gibt sich und seiner neuen Gleitsichtbrille eine echte Chance. 

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