Brennende Augen kennen fast alle: Eigentlich wolltest du „nur kurz“ die Steuererklärung machen, deiner Freundin ein FaceTime-Update schicken oder ein bisschen durchs Netz scrollen – und plötzlich hängst du wieder den halben Abend am Bildschirm. 

Am nächsten Morgen dann das Erwachen: Die Augen brennen, als hättest du die Nacht vor einem laufenden Föhn verbracht. Jeder Lidschlag fühlt sich trocken an, die Lider spannen, egal wie oft du blinzelst. 

Kein Grund zur Panik: Brennende Augen gehören ab Mitte 40 zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Tränenfilm, Hormone, Heizungsluft, Allergien, Stress – deine Augen reagieren sensibler, schneller und deutlicher als früher. 

In diesem Artikel schauen wir uns an, warum die Augen brennen, welche Ursachen typisch sind und welche Schritte im Alltag wirklich helfen. 

Begleitsymptome von brennenden Augen 

Brennende Augen treten selten allein auf. Meistens kündigen sie sich mit kleinen subtilen Signalen an: 

  • rote, brennende Augen 
  • tränende Augen trotz Trockenheitsgefühl 
  • verschwommenes Sehen nach Bildschirmzeit 
  • Lichtempfindlichkeit 
  • Druck- oder Fremdkörpergefühl 
  • müde, schwere Augen 
  • gelegentliche Kopfschmerzen 

Diese Symptome deuten darauf hin, dass der Tränenfilm instabil ist oder die Augen überlastet sind. Oft steckt nichts Ernstes dahinter, aber deine Augen brauchen eine Pause. 

Ursachen für brennende Augen 

Brennende Augen haben viele mögliche Auslöser. Einige sind harmlos und gut behandelbar, andere sollten ärztlich abgeklärt werden. Die wichtigsten Ursachen im Überblick:  

Überlastung & Müdigkeit  

Lange Bildschirmzeit, kleine Schrift, künstliches Licht: all das zwingt deine Augen zu Höchstleistung. Beim konzentrierten Sehen blinzelst du weniger, der Tränenfilm verdunstet schneller und schon entsteht Reibung. 

Dazu kommt: Eine leichte, unbemerkte Sehschwäche kann das Brennen verstärken. Die Augenmuskeln müssen ständig nachfokussieren, um das Bild scharf zu halten. Das führt oft zu brennenden Augen, Müdigkeit und Kopfschmerz – ein Klassiker bei Bildschirmarbeit. 

Was hilft? 

  • regelmäßige Pausen 
  • bewusstes Blinzeln 
  • ergonomische Bildschirmhöhe 
  • eine gut angepasste Brille, die deine Augen entlastet 

Besonders ab Mitte 40 verändert sich die Nahsicht. Eine passende Lesebrille oder Bildschirmbrille kann hier enorm helfen. 

Falls du wissen möchtest, ob deine aktuelle Sehstärke noch passt (mit oder ohne Brille): Du kannst jederzeit einen kostenfreien Sehtest bei eyes + more buchen

 

Trockene Augen  

Viele bemerken gar nicht, dass ihre Augen trocken sind. Wird der Tränenfilm instabil, fehlt die schützende Schicht. Das führt zu Brennen, Müdigkeit, Rötung oder leicht verschwommenem Sehen. 

Typische Auslöser: trockene Luft, Heizung, Klimaanlagen, zu wenig Blinzeln, Stress – und: hormonelle Veränderungen. 

Vor allem sinkende Östrogenspiegel (z. B. rund um die Wechseljahre) beeinflussen die Tränendrüsen. Die Lipidschicht wird dünner, die Augen reagieren schneller gereizt – viele Frauen erleben genau in dieser Phase erstmals trockene oder brennende Augen. 

Manchmal tränen trockene Augen sogar übermäßig. Das wirkt widersprüchlich, ist aber ein klassisches Zeichen für einen instabilen Tränenfilm. 

Was hilft? 

• konservierungsmittelfreie Augentropfen 

• regelmäßige Pausen und bewusstes Blinzeln 

• ausreichend trinken 

• Raumklima verbessern (Luftfeuchtigkeit, weniger Heizungsluft) 

• bei hartnäckigen Beschwerden: reichhaltigere, lipidhaltige Tropfen für alle Schichten des Tränenfilms 

Brennende Augen bei Erkältung – wenn Viren die Schleimhäute reizen 

Auch eine simple Erkältung kann der Auslöser sein. Viren reizen nicht nur Nase, Hals und Nebenhöhlen, sondern auch die empfindliche Bindehaut. Die Augen brennen, werden rot, reagieren lichtempfindlich oder tränen stärker. Besonders typisch: die Kombination aus verstopfter Nasedrückenden Nebenhöhlen und müden, brennenden Augen

Die gute Nachricht: Sobald die Erkältung abklingt, beruhigen sich auch die Augen. Bis dahin helfen viel trinken, warme Kompressen, salzhaltige Nasensprays und konservierungsfreie Tropfen, die die Oberfläche schützen. 

Brennende Augen bei Allergie 

Wenn deine Augen im Frühjahr plötzlich brennen, tränen oder jucken oder schon Hausstaub reicht, um die Lider in Alarmbereitschaft zu bringen, steckt oft eine Allergie dahinter. Die Bindehaut schwillt an, wird rot, die Tränenproduktion läuft hoch und das Brennen beginnt. 

Typische Anzeichen: 

  • gerötete, brennende Augen 
  • geschwollene Lider 
  • starker Tränenfluss 
  • Juckreiz (bitte nicht reiben) 

Was deine Augen dann brauchen: Ruhe und weniger Reize von außen. Lüften hilft oft sofort – am besten morgens und abends, wenn die Pollenbelastung niedriger ist. Pollenfilter oder Luftreiniger können drinnen unterstützen, und eine gut gereinigte Schlafumgebung hilft besonders bei Hausstaub. Konservierungsmittelfreie Augentropfen beruhigen zusätzlich. 

Brennende Augen durch Kontaktlinsen 

Kontaktlinsen sind praktisch – aber empfindliche oder trockene Augen reagieren schnell gereizt. Sitzt die Linse nicht optimal, wird sie zu lange getragen oder lagern sich Pollen, Make-up oder Staub an, trocknet die Hornhaut schneller aus. 

Warnsignale: 

  • Brennen direkt nach dem Einsetzen 
  • das Gefühl, die Linse „schwimmt“ 
  • gerötete, erschöpfte Augen am Nachmittag 
  • leicht verschwommene Sicht 

Wenn das öfter vorkommt, lohnt sich ein Linsen-Check. Manchmal reicht eine andere Linse, ein anderes Material oder eine kürzere Tragedauer. Bei akuten Reizungen gilt immer: Linsen raus, Brille drauf, Augen erholen lassen. 

Entzündungen: Hornhaut und Bindehaut  

Manchmal steckt hinter brennenden Augen nicht nur Trockenheit oder Überlastung, sondern eine echte Entzündung. Dann fühlen sich die Beschwerden intensiver an, kommen oft plötzlich und die Augen wirken deutlich gereizter. 

  • Bindehautentzündung: viral oder bakteriell, stark gerötete, brennende, tränende Augen; bei der bakteriellen Form morgens verklebte Lider. 
  • Hornhautentzündung/-reizung: Anzeichen wie intensives Brennen, Fremdkörpergefühl, starke Lichtempfindlichkeit, verschwommenes Sehen, sollte immer ärztlich abgeklärt werden. 

Brennende Augen durch Medikamente 

Manchmal steckt auch was ganz anderes hinter brennenden Augen: Medikamente. Bestimmte Präparate können nämlich die Produktion der Tränenflüssigkeit bremsen oder die Zusammensetzung des Tränenfilms verändern.  

Häufig betroffen sind: 

  • Blutdruckmedikamente 
  • Antihistaminika 
  • Schlaf- und Beruhigungsmittel 
  • Hormonpräparate 
  • einige Antidepressiva 

Wenn deine Augen seit einer neuen Medikation plötzlich trocken oder brennend reagieren, lohnt sich ein Blick in die Packungsbeilage oder ein kurzer Austausch mit Arzt oder Apotheker.  

Erkrankungen als Ursache  

Chronische Erkrankungen können ebenfalls eine Rolle spielen, wenn die Augen regelmäßig brennen.  

Besonders häufig betroffen sind: 

  • Diabetes 
  • Schilddrüsenstörungen 
  • Autoimmunerkrankungen wie rheumatoide Arthritis oder das Sjögren-Syndrom 

Hier wird die Tränenproduktion langfristig beeinflusst, die Augenoberfläche wird empfindlicher und der Tränenfilm instabil. Wer solche Vorerkrankungen hat, kennt die Symptome oft schon – aber viele erleben das Augenbrennen als erstes Signal. 

Wichtig ist: Bei chronischen Reizungen lieber einmal mehr nachfragen und die Augen regelmäßig checken lassen. Eine passende Sehlösung und eine stabile Befeuchtung machen hier im Alltag einen riesigen Unterschied. 

Brennende Augen – wann zum Arzt? 

Manchmal beruhigen sich brennende Augen schnell wieder, wenn du sie entlastest. Aber wenn deine Augen regelmäßig „in Alarm gehen“, ungewöhnlich stark reagieren oder plötzlich ganz anders brennen als sonst, solltest du es einmal medizinisch abklären lassen. Oft zeigt sich im Gespräch schnell, was dahintersteckt und du kannst gezielt dagegen steuern, statt im Dunkeln zu tappen. 

Worauf du achten solltest: 

  • Beschwerden, die immer wiederkommen 
  • stark gerötete, sehr schmerzempfindliche Augen 
  • Ausfluss, der deutlich gelb oder zäh ist 
  • Lidschwellungen, die nicht zurückgehen 
  • Sehverschlechterungen, die nicht nur von Müdigkeit kommen  

Wenn eines davon zutrifft, lieber früher als später checken lassen. So bist du auf der sicheren Seite und deine Augen bekommen die Unterstützung, die sie brauchen. 

Was deine Augen jetzt wirklich brauchen 

Brennende Augen sind unangenehm, aber in den meisten Fällen gut in den Griff zu bekommen – vor allem, wenn du weißt, was dahintersteckt.  

Mit kleinen Anpassungen im Alltag, der richtigen Pflege und einer passenden Sehlösung lässt sich viel abfangen, bevor es richtig unangenehm wird. 

Und wenn du unsicher bist, warum deine Augen brennen oder ob deine aktuelle Sehstärke noch passt: Eine kurze Kontrolle bringt sofort Klarheit. Bei eyes + more bekommst du kostenfrei einen Sehtest – unkompliziert, professionell und genau dann, wenn du ihn brauchst. Vereinbare am besten direkt einen Termin, um Wartezeiten zu vermeiden!