Kleine weiße Punkte im Gesicht können schnell irritieren. Vor allem dann, wenn sie wie Eiterpickel aussehen, sich aber weder ausdrücken noch mit klassischer Anti-Pickel-Pflege behandeln lassen. Häufig steckt dahinter etwas anderes: sogenannte Milien. 

Sie treten bevorzugt im Gesicht auf, besonders rund um die empfindliche Augenpartie – genau dort, wo man sie am wenigsten gebrauchen kann. 

Die beruhigende Nachricht: Milien sind harmlos. Und es gibt sanfte Möglichkeiten, die Haut wieder ebenmäßiger wirken zu lassen – ganz ohne Herumprobieren oder riskante Selbstversuche. 

 

Was genau sind Milien? 

Milien sind kleine, gutartige Hautzysten. Sie entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen in der obersten Hautschicht eingeschlossen werden und nicht wie gewohnt abgestoßen werden. Anders als bei einem Pickel kommt es dabei nicht zu einer Entzündung. Stattdessen bildet sich ein festes, weißliches Knötchen, optisch ähnlich einem kleinen Grießkorn. Daher stammt auch die umgangssprachliche Bezeichnung „Grießkörner“. 

Gerade im Augenbereich fallen sie besonders auf. Wer zusätzlich empfindliche Haut oder trockene Augen hat, sollte auch prüfen lassen, ob äußere Faktoren (beispielsweise eine schlecht sitzende Brille) die sensible Partie zusätzlich reizen. 

Woran erkennt man Milien? 

Bevor du versuchst, die kleinen Knötchen selbst zu entfernen, lohnt sich ein genauer Blick auf ihre typischen Eigenschaften. 

Charakteristisch sind: 

  • kleine weißliche bis gelbliche Punkte oder Knötchen 
  • eine feste, geschlossene Oberfläche 
  • kein Ausdrücken möglich 
  • meist schmerzfrei 
  • optisch auffällig, aber ohne Entzündungszeichen 

Im Gegensatz zu Pickeln bleiben Milien unverändert bestehen und fühlen sich hart an.

Warum entstehen Milien? 

Unsere Haut erneuert sich kontinuierlich. Gerät dieser Prozess aus dem Gleichgewicht, können abgestorbene Hautzellen nicht vollständig abgetragen werden. Sie sammeln sich unter der Hautoberfläche und eine Milie entsteht. 

Begünstigende Faktoren sind unter anderem: 

  • intensive UV-Strahlung 
  • sehr reichhaltige oder nicht passende Pflegeprodukte 
  • Reibung oder Druck auf die Haut 
  • kleine Hautverletzungen 

Auch mechanische Belastung kann eine Rolle spielen. Sitzt eine Brille beispielsweise dauerhaft zu eng oder übt Druck auf die empfindliche Augenpartie aus, kann das die Haut zusätzlich beanspruchen. Deshalb achten wir bei eyes + more darauf, dass deine Brille angenehm und druckfrei sitzt. 

Abgrenzung zu anderen Hautveränderungen 

Milien sind klein, hell, gleichmäßig geformt und verursachen keine Schmerzen. Sie wachsen in der Regel nicht stark, entzünden sich nicht und bluten nicht. 

Verändert sich eine Hautstelle jedoch deutlich, wird dunkler, größer oder fühlt sich ungewöhnlich an, sollte sie ärztlich untersucht werden. 

Milien vorbeugen und behandeln 

Auch wenn es verlockend ist: Bitte nicht selbst aufstechen oder ausdrücken. Dadurch kann es zu Verletzungen oder Entzündungen kommen. 

Besser sind: 

  • eine milde, regelmäßige Reinigung 
  • Pflegeprodukte, die zum eigenen Hauttyp passen 
  • konsequenter UV-Schutz, besonders im Augenbereich 

Eine gut sitzende Sonnenbrille schützt zusätzlich vor UV-Strahlung und schont die empfindliche Haut rund um die Augen. In unseren Stores beraten wir dich zu passenden Brillengläsern, Tönungen und Fassungen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch angenehm zu tragen sind. 

Wenn dich Milien kosmetisch stören, können sie von einer Hautarztpraxis oder einer geschulten Kosmetikerin bzw. einem Kosmetiker fachgerecht entfernt werden. 

Was kostet die Entfernung und zahlt die Krankenkasse? 

Die professionelle Entfernung bewegt sich meist im niedrigen bis mittleren zweistelligen Bereich, abhängig vom Aufwand. Da Milien medizinisch in der Regel unbedenklich sind, gelten sie als kosmetisches Anliegen. Die Kosten werden daher üblicherweise nicht von der Krankenkasse übernommen.